Neurodivergent

Eigenartig oder einzigartig? 
Deine Besonderheiten als Stärken erfahren.

Vergleichst du dich manchmal mit anderen Menschen und fühlst dich dabei «irgendwie anders», vielleicht sogar etwas sonderbar? 
Wunderst du dich manchmal über dich selber, weil du schneller erschöpft und überreizt bist, dich zwar nach Kontakt und Verbindung sehnst, aber auch bald mal zu viel davon hast? 
Fällt es dir schwer, dich abzugrenzen und dich selber zu spüren im Kontakt mit anderen Menschen? 

Fragst du dich manchmal, warum «den Anderen» die Welt anscheinend wie angegossen zu passen scheint, während du irgendwie oft etwas schräg aus der Wäsche guckst oder gar ganz neben den Schuhen stehst? 

Du bist nicht allein damit. 
Und du bist nicht falsch.

Egal was irgendwer oder du selbst dir über dich erzählt: Es ist nicht deine Schuld. Es ist keine Charakterfrage oder persönliches Versagen. Es geht um die Resilienz deines Nervensystems, also deine Fähigkeit zu navigieren, wenn das Leben intensiv wird. Dies wird Regulation genannt und entwickelt sich aus neurobiologischer Sicht nicht durch Erkenntnis, sondern durch Erfahrung. 

Aus der Entwicklungsforschung ist bekannt, dass die Voraussetzung, um dies zu lernen, schon in der frühen Kindheit liegen: wer ausreichend Würde, Geborgenheit und Verlässlichkeit erleben durfte, kann später gelassener mit Stress umgehen. Fehlt dieses Fundament für dein Nervensystem, ist der Körper zu einer genialen Anpassung bereit: er wird aufmerksamer und wacher für mögliche Gefahren. Er scannt seine Umgebung unbewusst, aber permanent, auf Bedrohung. In der Folge kann der Alltag sehr viel anstrengender sein, weil in diesem dauerhaften Alarmzustand viel Aufmerksamkeit gebunden ist und Kraft dabei verloren geht. 

Diese Besonderheit des Nervensystems kann als «neurodivergent» beschrieben werden.

Damit gemeint sind Personen, deren neurologische Entwicklung und Funktion von dem abweichen, was von der Mehrheit der Gesellschaft als «normal» wahrgenommen wird und deshalb als „neurotypisch“ gilt. 

Die neurologische Vielfalt von Menschen wird an sich Neurodiversität genannt. Das ist ein Ausdruck für die natürliche Vielfalt im menschlichen Gehirn, die auch abweichende Muster einschliesst.

Der Begriff «neurodivergent“ stammt aus der Neurodiversitätsbewegung und wird verwendet, um zu betonen, dass Unterschiede im Denken, Lernen, Fühlen oder Verhalten keine Defizite sind, sondern natürliche Variationen menschlicher Gehirne und Nervensysteme.

Typische Formen der Neurodivergenz sind zum Beispiel:

  • Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
  • ADHS / ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität)
  • Lernstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie
  • Dyspraxie
  • Tourette-Syndrom
  • Hochsensibilität
  • Hochbegabung
  • Synästhesie


Menschen können mehrfach neurodivergent sein. Das heisst, dass verschiedene Kombinationen von Neurodivergenz möglich sind. 

Neurodivergente Menschen haben eine andere Reizverarbeitung als neurotypische Personen. Ihr Erleben ist viel intensiver. Infolgedessen kommt es bei ihnen öfter zu Reizüberflutung, was sich durch Überforderung zeigen und zu einem Zusammenbruch führen kann. 
Was sie sich dann öfter anhören müssen ist der Vorwurf, dass sie «kein Drama machen» sollen. 
Doch das wird ihnen nicht gerecht. Neurodivergente Menschen machen kein Drama. 
Sie erleben es.

 

Die gute Nachricht ist: es ist nie zu spät, um Regulation zu lernen. Unser Nervensystem ist durch Erfahrungen formbar und bis ins hohe Alter lernfähig. Indem ein Mensch lernt, sich selber zu beobachten, kann er Frühwarnzeichen erkennen, damit es seltener zu Überforderung und Zusammenbrüchen kommen muss. 

Um neurodivergente Menschen auf diesem Weg zu unterstützen, verfolge ich folgende Ansätze:

In der Ergotherapie mit Neurodivergenten Menschen geht es vor allem um Alltagsbewältigung und Strategien im Umgang mit Stressoren. Diese Arbeit ist pragmatisch und handlungsorientiert.

Craniosacral-Therapie schafft einen sicheren Raum, in dem dein Nervensystem zur Ruhe kommen kann. Durch tiefe Entspannung wird die Regulation des Nervensystems ermöglicht und Übererregung reduziert. 

Mit Hilfe von Methoden aus der Neurosomatischen Traumaintegration® und dem Neuro Yoga® können neurodivergente Menschen lernen, anders mit ihren neurologischen Besonderheiten umzugehen.

Voraussetzungen für Stabilisierung und Sicherheitsempfinden

Um zu lernen, mehr bei sich bleiben zu können, sich nicht im anderen zu verlieren, Grenzen zu setzen, starke Gefühle halten zu können und stabil in sich zu ruhen, reichen mentale Techniken und Verhaltenstherapeutische Interventionen nicht aus. Es braucht einen körperlichen Ansatz, um konkret zu erfahren, wie sich ein gefestigtes Selbst, ein reguliertes Nervensystem und Sicherheit anfühlen. 

 

Das erreichen wir durch

 

  • Selbstwahrnehmung
  • Übungen für ein stabiles Körper-Ich
  • Ankerübungen für Stress-Situationen und zur Stabilisierung für das Nervensystem
  • Verkörperung von innerer Ruhe und (Selbst-)Sicherheit
  • Bewusstheit für gesunde Grenzen

 

Gwunderig? 

Wenn du erleben willst, wie es ist, wenn dein Körper, dein Nervensystem und dein Alltag im Einklang sind, nimm gern Kontakt mit mir auf. 
 

Du bist nicht allein. Und du bist nicht zu viel. 
Lass uns gemeinsam einen Weg finden, der zu dir passt.